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Einladung zur Eröffnung der Ausstellung „DDR – Mythos und Wirklichkeit“ am 6. Juni 2016 im Rathaus Mandelbachtal

Erstellt am Dienstag, 16. Mai 2017 08:42

Der Verkehrsverein Mandelbachtal lädt am Dienstag, 6. Juni, um 18.00 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „DDR – Mythos und Wirklichkeit" ins Foyer des Rathauses Mandelbachtal in Ormesheim ein. Die interessante Ausstellung wurde konzipiert und zusammengestellt von der Konrad-Adenauer-Stiftung. 

Der wissenschaftlicher Referent in der Abteilung Zeitgeschichte der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin Dr. Jan Philipp Wölbern wird in das Thema einführen und die Ausstellung vorstellen. Auch Bürgermeister Gerd Tussing, der Vorsitzende des Verkehrsvereins Mandelbachtal Manfred Pfeiffer sowie die Leiterin des Politischen Bildungsforums Saarland der Konrad-Adenauer-Stiftung Helga Bossung-Wagner werden kurz zu den Besuchern sprechen.

 

„Über zwanzig Jahre nach der Friedlichen Revolution 1989 und der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 verblassen die Erinnerungen an den Charakter und die für viele Opfer gravierenden Folgen der SED-Diktatur!" so Manfred Pfeiffer, der die Ausstellung der Konrad-Adenauer-Stiftung nach Mandelbachtal geholt hat. „So gerät langsam in Vergessenheit, dass die Diktatur der SED von 1949 bis 1989 verantwortlich war für die Unterdrückung von Millionen DDR-Bürgern. Weit über eintausend Menschen starben bei dem Versuch, die innerdeutsche Grenze, die Mauer und den Stacheldraht, zu überwinden und in die Freiheit zu fliehen!" 

Die Ausstellung zeigt auf, das im Jahr der Friedlichen Revolution 1989 rund 91.000 hauptamtliche Mitarbeiter der Stasi, also des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, mit der Bespitzelung der Menschen beschäftigt waren. Zeitweise versorgten zudem fast 200.000 sogenannte Inoffizielle Mitarbeiter die Stasi mit Informationen über Partner, Freunde, Nachbarn, Mitarbeiter im Betrieb oder im Büro. 

„Zu den Aufgaben der Stasi zählte aber nicht allein die geheime Beobachtung ihrer Opfer, etwa durch das Abhören von Wohnungen. Sie versuchte vielmehr den Willen der Menschen durch die Verbreitung von Lügen im Umfeld ihrer „Zielpersonen", durch Drohungen und permanente Kontrolle gezielt zu „zersetzen", wie es in der trockenen Sprache der Funktionäre hieß!" so Pfeiffer. „Angst und Zwang sollten Oppositionelle oder andere als potentielle Gegner des „demokratischen Sozialismus" geltende Personen gefügig machen. Entlassungen und Studienverbote wurden veranlasst, sogar Ehepartner manipuliert und zur Beobachtung erpresst. Viele Opfer dieser systematischen Zerstörung ihres Lebens leiden noch heute an den Folgen!" 

Die Ausstellung zeigt diese Aspekte und Fakten aus dem Alltag der DDR und ruft sie wieder in Erinnerung. Sie ist von Mittwoch, 7. bis Freitag, 23. Juni 2017 im Rathaus in Mandelbachtal zu sehen und wurde von der Konrad-Adenauer-Stiftung zur Verfügung gestellt. Sie wird vor Ort von der  Kreissparkasse Saarpfalz und der Gemeinde Mandelbachtal unterstützt. 

Besucht werden kann die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Rathauses vormittags von Montag bis Freitag jeweils von 8:30 bis 12:00 Uhr und nachmittags am Montag und Donnerstag von 13:00 bis 15:30 Uhr, sowie am Mittwoch von 13:00 bis 17:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.