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Zollmuseum Habkirchen hat am 17. März wieder geöffnet

Erstellt am Freitag, 15. März 2019 09:10

 Am Sonntag, dem 17. März 2019 hat das Zollmuseum Habkirchen wieder für Besucher geöffnet. Museumsgründer Manfred Nagel, der selbst Zollbeamter in Habkirchen war, wird an diesem Tag den Besuchern das Museum vorstellen. 

Seit dem 1993 gibt es in der Europäischen Union keine Grenzkontrollen mehr. Damit ging auch in Habkirchen eine über 300jährige Zollgeschichte zu Ende. Um der Nachwelt einen kleinen Teil dieser Grenzgeschichte zu erhalten, wurde in einem historischen Zollgebäude ein Zollmuseum eingerichtet. 

 

Das Zollmuseum Habkirchen zeigt Gegenstände aus dem Berufsalltag der Zollbeamten. Historische Schriften und Bilder aus drei Jahrhunderten lassen hier die bewegte Zollgeschichte wieder lebendig werden. Unter den vielen interessanten Exponaten  befindet  sich auch ein original bayrisches Grenzschild (um 1820). Sehr interessant ist auch eine Kopie des Passes von Karl Marx, der das "Königlich bayerische Nebenzollamt 1. Klasse Habkirchen" am 7. April 1848 passierte. Anhand des Einreisestempels kann dies nachgewiesen werden. 

Im Laufe der Jahrhunderte kam es zwischen Deutschland und Frankreich immer wieder zu neuen Festlegungen der Staatsgrenze. 1959 wurde das Saarland endgültig  an die Bundesrepublik Deutschland angegliedert und in Habkirchen wurde wieder ein Zollamt gebraucht. In dem alten Zollgebäude blieben die Zollbeamten bis1964. Dann zogen sie um in das neue Zollgebäude in Frauenberg  an der Umgehungsstraße. Es war ein deutsch - französisches Gemeinschaftszollamt. Dort verrichteten sie Dienst, bis 1993 die Grenzkontrollen zwischen den EU Staaten endgültig wegfielen. Ein paar Jahre später wurde das  Abfertigungsgebäude wieder abgerissen. 

Selbstverständlich kann man in dem Zollmuseum auch die Arbeit der Zöllner nach 1993 kennen lernen. Bekämpfung der Produktfälschungen, der Drogenkriminalität und des Benzinschmuggels gehören heute genauso zum Aufgabengebiet des Zolls wie die  Bekämpfung der Schwarzarbeit und die Überprüfung nach dem  Mindestlohngesetz. 

Außerdem kontrollieren die Zollbeamten, ob verbotene Güter wie Waffen oder Sprengstoffe illegal nach Deutschland gebracht werden. Sie bekämpfen den Schmuggel von Zigaretten und Bargeld und verhindern, dass kriminelle Banden in Deutschland Fuß fassen. Außerdem gehen sie gegen den Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten vor. Seit 2014 wird auch die KFZ Steuer von der Zollverwaltung festgesetzt und erhoben. 

Das Zollmuseum Habkirchen ist an jedem 3. Sonntag im Monat von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Gerne können auch Führungen außerhalb der Öffnungszeiten mit dem Leiter des Zollmuseums Franz-Josef Fries unter Tel.: 06804 / 6871 oder Mobil: 0171 / 8763579 vereinbart  werden. Der Eintritt ist frei.