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Der steinige Weg von Jesus Christus

Erstellt am Dienstag, 07. Mai 2019 07:30

„Der Eckstein ist Christus Jesus selbst.“ Diese Worte von Petrus aus Epheser 2,20 wurden von der katholischen Propstei-Gemeinde Werl wohl wörtlich genommen. Die Ausstellung „Die Passion Christi – aus Lego gebaut“, die derzeit vom Verkehrsverein Mandelbachtal im Rathaus in Ormesheim gezeigt wird, lädt ein die Passionsgeschichte Christi aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten und neu zu erleben. 

 

„Diese Ausstellung lässt die Passionsgeschichte in sieben Stationen lebendig werden: vom Einzug Jesu in Jerusalem bis zur Auferstehung“ freute sich Bürgermeister Gerd Tussing bei der Vernissage, zu der diesmal auch bemerkenswert viele Kinder gekommen waren. „Denn diese Ausstellung eignet sich für Kinder, Jugendliche und natürlich auch für alle Erwachsene, die alle gleichsam begeistert sind von dieser Art die letzten Tage Christi auf Erden nachzuerzählen!“  so der Gemeindechef. 

„Die Ausstellung ist vor drei Jahren von Erwachsenen und Jugendlichen der Propsteigemeinde St. Walburga Werl im Erzbistum Paderborn geschaffen worden!“ erläuterte der Vorsitzende des Verkehrsvereins Mandelbachtal Manfred Pfeiffer, der selbst mit dem Gemeindetransporter die 414 km nach Werl hin- und zurück gefahren ist um die Schau erstmals ins Saarland zu holen. „In ihr wird die Geschichte von Jesus von Nazareth wird vom Einzug in Jerusalem über seine Verurteilung und Kreuzigung bis hin zu seiner Auferstehung erzählt. Insgesamt sieben lebendige und detaillierte Stationen aus Lego sind quer durch das Rathaus verteilt!“ 

Und nicht nur schauen kann man. So kann jeder Besucher mit einem kleinen Quiz zu den Stationen selbst aktiv werden oder eine Karte mit einem der zwölf Jünger auswählen, der sich in jeder Station wiederfindet, um ihm zu folgen und sich in ihn hineinzuversetzen. Was hat er getan? Welche Gefühle kamen in ihm auf? Was hat er wohl gedacht? Jeder Mensch begegnete Jesus so auf ein andere Art und Weise. 

Gespannt und konzentriert sind die anwesenden Kinder, die mit dem ausliegenden Fragebogen von Station zu Station laufen. In der letzten Station liegt dann Jesus in einem Tuch eingewickelt in seinem Grab. Die Höhle, in der er liegt, ist mit einem großen Stein verschlossen. Soldaten und Frauen beobachten die Situation. Aus unzähligen Lego-Steinen und mit viel Liebe zum Detail wird diese Szene lebendig, wobei es gelungen ist manche Figuren und Szenen so darzustellen, dass sogar Emotionen nachempfunden werden können. Und am Ende wartet da sogar noch eine 8. Station: Jesus steht in einer Szenerie, die an die Bergpredigt erinnert auf einem Berg. Und jeder Besucher kann sich aus einer großen Zahl von Legofiguren selbst zusammenbauen und dazu stellen. „So soll den Besuchern deutlich gemacht werden, dass die Geschichte von Jesus nicht mit der Auferstehung endet, sondern wir alle als Christen Teil davon sind und die Geschichte fortschreiben sollen!“ erklärt Manfred Pfeiffer. 

„Der Lego-Ostergarten ist 2015 von Jugendlichen und Erwachsenen der Werler Gemeinde in zwei intensiven Bauphasen geplant, entworfen und gebaut“. So der Chef des Verkehrsvereins, der vor der Ausstellung ihren Initiator Gemeindereferent Markus Ende aus Werl sogar selbst getroffen hat, „Die Ausstellung in Werl war gleich von Anfang an derart erfolgreich, dass die Gemeinde ihr Werk seitdem auf Wanderschaft schickt und schon in vielen Kirchen in ganz Westfalen ausgestellt hat. In Mandelbachtal ist sie erstmals im Südwesten Deutschlands zu sehen. „So weit war sie vorher noch nie gereist!“   

Kein Wunder also, dass sich schon mehrere Kindergruppen, wie Präparanden, Kommunionskinder, Pfadfinder und Schülergruppen beim Verkehrsverein zu einem Besuch im Rathaus angekündigt haben. Aufgrund der großen Nachfrage wurde die Ausstellungszeit deshalb gleich mal um 14 Tage verlängert. So kann die Ausstellung nun sogar bis Mittwoch, 29. Mai 2019 während der Öffnungszeiten des Rathauses vormittags von Montag bis Freitag jeweils von 8:30 bis 12:00 Uhr und nachmittags am Montag und Donnerstag von 13:00 bis 15:30 Uhr, sowie am Mittwoch von 13:00 bis 17:30 Uhr besucht werden. Außerdem gibt es auf vielfachen Wunsch berufstätigen Besucher noch mehrere Sonderöffnungen am Abend: Am Montag, 6. Mai, von 18.00 bis 20.00 Uhr, am Dienstag, 7. Mai, von 18.00 bis 21.00 Uhr und am Mittwoch, 08. Mai, von 19.30 bis 21.00 Uhr. Darüber hinaus können Gruppen auch Sonderöffnungszeiten unter Tel. 06893 809-126 vereinbaren.