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Claudia Laval-Armand informierte im Mandelbachtaler Rathaus über die Kräuter der Hildegard von Bingen

Erstellt am Donnerstag, 09. Mai 2019 09:52

„Heilende, aromatische und würzende Kräuter sind aus unserer Kulturgeschichte nicht mehr wegzudenken!“, so die Heilpraktikerin Claudia Laval-Armand in Ihrem Vortag über die Bedeutung und die Wirkung einiger Kräuter der Hildegard von Bingen. Zu diesem hatte der Verkehrsverein Mandelbachtal am 16. Mai gemeinsam mit dem Kneippverein Erfweiler-Ehlingen und der KEB Saarpfalz in den großen Sitzungssaal des Rathauses Mandelbachtal in Ormesheim eingeladen. 

 

„Kräuter spielten bei Hildegard von Bingen eine wichtige Rolle!“ so der Vorsitzende des Verkehrsvereins Mandelbachtal Manfred Pfeiffer in seiner Begrüßung, deshalb sei man gerne bereit gewesen im Rahmenprogramm der Ausstellung „Hildegard von Bingen: Kirchenlehrerin – Visionärin – Heilkundige“, die derzeit im Rathaus Mandelbachtal zu sehen ist, auch einen Vortrag anzubieten. 

Auf die Idee war der Kneippverein Erfweiler-Ehlingen gekommen, deren Vorsitzende Andrea Peifer während des Vortrages ein von ihr frisch gebackenes Brennessel-Dinkelbrot mit Kräuterbutter verteilte. Hans-Georg Ochs von der KEB-Saarpfalz, freute sich, dass fast 30 Interessenten der Einladung ins Rathaus gefolgt waren. Auch Bürgermeister Gerd Tussing zeigte sich angetan von der Ausstellung und dem Vortrag: „Durch die Aktivitäten des Verkehrsvereins ist das Rathaus mittlerweile ein echtes Haus des Bürgers geworden, da ständig zahlreiche Interessenten zu den Ausstellungen und Vorträgen in unser Verwaltungsgebäude strömen!“  

„Kräuter und Gewürze helfen durch ihre Inhaltsstoffe, die Verdauung zu verbessern!“ so Claudia Laval-Armand in ihrem Vortrag. „Die in den Kräutern enthaltenen Riech- und Geschmacksstoffe fördern die Durchblutung. Kräuter sind in der Hildegardküche ein wichtiger Bestandteil, da sie, richtig angewendet, auch Heilmittel sind!“  Sie gab Tipps, welche Kräuter in einen Hildegard Garten gehören, welche Kräutermedizin man zu Hause in seiner Hausapotheke haben sollte und welche Kräuter als Bereicherung des Essens wie Medizin wirken. 

So spielten Ingwer, Galgant, Bertram und viele andere Gewürze in den Rezepten der Äbtissin Hildegard von Bingen eine große Rolle. Offensichtlich bestanden auch vor 900 Jahren schon aktive Handelsverbindungen bis ins ferne Südostasien, der Heimat all dieser Gewürze. Meist sind es getrocknete Wurzeln oder Samen von Pflanzen, die nach ihrer langen Reise in den Klöstern zu Medizin verarbeitet wurden. Vor der Verarbeitung wurden sie pulverisiert und einfach auf das Brot, in die Suppe oder in den Tee gestreut. Häufig verordnete die Äbtissin auch „Küchlein“. 

Die Gewürzpulver wurden einfach in einen Teig aus Dinkel-, Weizen- oder Bohnenmehl zusammen mit Wasser oder Pflanzensäften eingeknetet. Aus dem Teig formte man eine Rolle, schnitt sie in Scheiben und trocknete diese in der Sonne oder im Ofen. Meistens aßen die Kranken ein Küchlein morgens auf nüchternen Magen oder jeweils zu den Mahlzeiten. Manchmal zerbröselten sie sie auch einfach in einem Glas Wein.