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Eichenprozessionsspinner, Vorsicht!

Erstellt am Montag, 15. Juni 2020 13:30

Liebe Mandelbachtalerinnen und Mandelbachtaler,

im Mai und Juni mehren sich die Vorkommen der Eichenprozessionsspinner ganz massiv. Auch in Mandelbachtal wurden bereits mehrere Nester entdeckt und durch die Mitarbeiter des Bauhofes fachmännisch entfernt. Unter anderem befanden sich die Nester im Eichenweg, an der Grundschule Ormesheim und in Erfweiler-Ehlingen. Es wurde sogar erstmalig ein Nest an einer Rotbuche festgestellt. Der graubraune Schmetterling selbst ist harmlos, aber seine Raupen stellen eine Gefahr dar. Mit Beginn des dritten von insgesamt sechs Larvenstadien beginnen die Raupen dauerhaft Brennhaare zu bilden, die ein Nesselgift enthalten. Häufig kommt es nach einem Kontakt mit diesen Haaren zu Symptomen an der Haut, die mit Rötungen und einem teils starken Juckreiz einhergehen. Seltener kommt es zu Reizungen der Schleimhäute der Atemwege und Augen.

 

Wenn Sie mit den Brennhaaren in Berührung kamen, sollten Sie Folgendes tun:

• Möglichst nicht kratzen, dadurch könnten die Brennhaare tiefer in die Haut gelangen.
• Auf der Haut eingedrungene Raupenhaare können Sie evtl. mit Hilfe eines Klebestreifens entfernen.
• Kleidung schnell wechseln und umgehend waschen.
• Ausgiebig duschen und die Haare waschen.

Wenn Sie auf Ihrem Privatgrundstück eine befallene Eiche feststellen, sollten Sie sich und Ihre Haustiere von den Nestern fernhalten, alle Fenster und Türen geschlossen halten und eine Spezialfirma mit der Entfernung beauftragen!

An öffentlichen Plätzen werden folgende Maßnahmen empfohlen:

• Wenn Sie an befallenen Eichen vorbeigehen müssen: Hautpartien abdecken, ggfs. Augen-, Mund- und Nasenschutz tragen.
• Das Tragen einer Sonnenbrille kann die Augen vor den feinen Brennhaaren schützen.
• Hunde nicht frei herumlaufen lassen.
• Vorsicht an windigen Tagen! Die Brennhaare können weit durch die Luft gewirbelt werden.

Die Gemeinde Mandelbachtal lässt die Raupen auf öffentlichen Flächen und Liegenschaften der Gemeinde so schnell es geht entfernen. (An Orten, an denen Menschen nicht unmittelbar gefährdet sind, werden zur Ausweichmöglichkeit lediglich Schilder aufgestellt, wie zum Beispiel am Fuß- und Radweg an der Landstraße zwischen Bliesmengen-Bolchen und Habkirchen.)

Wer Nester entdeckt, kann diese direkt im Rathaus unter 06893/809-0 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden.

Ihre Bürgermeisterin
Maria Vermeulen